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Sozioökonomie und der Glass-Ceiling Index

Gut aufbereitete Daten (Lob an den Economist, auch für die Programmierung) laden ein, sich damit zu befassen und Zusammenhänge zu erkennen, die auf den ersten Blick nicht erwartet werden. Dies trägt auch dazu bei, Argumente vernünftig austauschen und eine sachliche und spannende Diskussion führen zu können - insbesondere bei so heiklen Themen wie der Genderfrage. Natürlich ist die Welt komplexer, eben sozioökonomischer, als im Glass-Ceiling Index des Economist dargestellt. Aber der Index ist ein guter Anfang für weitergehende Wissenschaft und zukunftsorientierte Politikberatung.

Was können wir (möglicherweise) lernen? 

  • Die USA ist das einzige OECD-Land im Ranking ohne Elternzeit. Sind gerade deshalb so viele Frauen in Führungspositionen (Platz 3 im Ranking)?
  • In Japan gibt es innerhalb der OECD (wohl nur formal) die längste Elternzeit für Väter, allerdings scheinen die Mütter dies nicht für ihre Karriere zu nutzen: Jeweils letzte Plätze bei Frauen in Führungspositionen und im Parlament zeigen dies.
  • Hohe Bildungsabschlüsse, hohe Erwerbsquote und der höchste Anteil von Frauen an den GMAT-Prüfungen bedeuten trotzdem mit Rang 26 ein ziemlich großes Gender Wage Gap - so gemessen in Finnland.

Eine Analyse des Glass-Ceiling Index kann hier gelesen oder heruntergeladen werden:

Download
Sozioökonomie und der Glass-Ceiling Index (The Economist)
Diskussionspapier zum Ideeneintrag vom 08.03.2021
Sozioökonomie und Glass-Cieling Index.pd
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